Managua
Transportprobleme in Nicaragua
Ankunft in Managua: An kaum einem anderen Ort wird es zum Ende der Trockenzeit so brütend heiß wie hier. Für den Supervisor der Firma GROSS kein leichtes Unterfangen, schließlich kommt er aus der gemäßigten Klimazone Mitteleuropas und ist diese Hitze nicht gewöhnt. Die freundliche Begrüßung der Mitarbeiter von „Compania Cervesa de Nicaragua S.A. Managua“ lässt ihn die Temperaturen aber schnell vergessen und unverzüglich widmet er sich seiner eigentlichen Aufgabe: In wenigen Tagen kommen zwei große Drucktanks der Firma Gross mit dem Schiff an, die für eine Bierbrauerei außerhalb Managuas bestimmt sind.
"Außerhalb" - mit diesem Stichwort beginnt für den GROSS-Supervisor die Arbeit. Wie er schnell feststellt, sind die Straßen, auf denen bald ein Spezialtransporter die Tanks transportieren soll, nicht genügend befestigt. Eiligst müssen die Transportwege aufgeschüttet werden, damit der LKW problemlos zur Brauerei durchkommt.
LKW? In Managua gibt es weder Fahrzeuge, die diesen Transport bewältigen können, noch einen geeigneten Hebekran. Der nächste Standort eines Transporters ist Panama. Von dort aus werden ein geeignetes Fahrzeug und ein Kran mit dem Schiff nach Managua losgeschickt. Die Termine verschieben sich. Auch mit den Tanks gibt es Probleme. Der zweite Tank kommt erst eine halbe Woche später an.
Problematisch ist aber auch der Aufstellungsort. Dreimal wurde Managua in den letzten 120 Jahren von Erdbeben zerstört, das letzte verheerende Beben war 1972. Dies erforderte bereits im Vorfeld eine erdbebengerechte statische Berechnung und einen statischen Nachweiß der Standsicherheit.
Der Auftrag konnte, trotz vieler Hürden, zur vollen Zufriedenheit des Kunden abgeschlossen werden.
Übrigens: Der Supervisor der Firma GROSS hat nicht nur einen guten Job in Nicaragua gemacht, er bekam durch die Terminverschiebungen auch genügend Zeit, Land und Leute kennen zu lernen – und an das heiße Klima gewöhnte er sich allmählich auch.

- Glückliches Ende: Montage am Zielort





